Im Communication- und Service-Bereich werden kommunikationsstarke Mitarbeiter mit hoher sozialer Kompetenz gesucht, die sich schnell auf unterschiedliche Gesprächspartner einstellen können, stressresistent und teamfähig sind. Diese entscheidenden Soft Skills werden in dem klassischen Verfahren aber erst in der letzten Stufe und damit viel zu spät überprüft. Ergebnis: Fast 80 Prozent der Mitarbeiter üben Tätigkeiten aus, die nicht optimal auf ihre Talente und ihre Fähigkeiten zugeschnitten sind das zeigt eine Studie des US-Personaldienstleisters Caliper. Am Ende stehen sinkende Produktivität, hohe Fluktuation und erhebliche Kosten. Denn jedes Prozent Fluktuation kostet ein Prozent des Gesamtpersonal-Etats.
Es gilt daher, ein wirtschaftlich sinnvolles Auswahlverfahren einzusetzen, das mit einem preiswerten Breitband-Diagnostikum sofort die weniger geeigneten Bewerber herausfiltert. Seit vielen Jahren hat sich in einer Vielzahl von Recruitment-Projekten die Bewerberauslese nach dem „Trichterprinzip“ bewährt. Das bedeutet: Im ersten Schritt melden sich die Interessenten zunächst bei einer Infoline, die in der Stellenanzeige veröffentlicht wird. Hier wird die Grundeignung anhand der wichtigsten Hard und Soft Skills überprüft wie z.B. Kommunikationskompetenz, EDV-Kenntnisse, Gehaltsvorstellungen, Flexibilität. Nur Kandidaten, die hier positiv abschneiden, werden animiert, ihre schriftliche Bewerbung einzureichen. Stimmen auch aufgrund der schriftlichen Unterlagen Anforderungs- und Bewerberprofil überein, findet ein ca. 45-minütiges Telefoninterview statt, das die Eignung des Kandidaten detailliert überprüft. Ziel ist es, dass in dem anschließenden Assessment Center mindestens zu 80 Prozent Bewerber sitzen, die auch eingestellt werden können.
Beate Middendorf
Das Auswahlverfahren überprüft möglichst früh die CC-spezifische Eignung und selektiert zeitnah ungeeignete Bewerber. Die Treffsicherheit nimmt zu. Denn in den systematisch aufeinander aufbauenden Stufen des Verfahrens werden die relevanten Fähigkeiten und Fertigkeiten geprüft. Und: „Unsere Erfahrungen zeigen, dass mit dem Auswahlverfahren nach dem Trichterprinzip die Personalauswahl nicht nur erfolgreicher, sondern auch günstiger wird. Die Kosten liegen rund 50 Prozent unter dem herkömmlichen Verfahren“, ist Beate Middendorf sicher.