An der Spitze des DDV steht nun Dieter Weng, Unternehmensberater und zuletzt Marketingvorstand bei Reemtsma. Seine Ziele: Er will die Bekanntheit des DDV stärken, eine starke Stimme für das Direktmarketing entwickeln und mit anderen Verbänden auf Augenhöhe verhandeln.
„Wir sollten nicht Redner, sondern Gefragte sein und unsere Positionen selbstbewußt vor Politik, Wirtschaft und Bildung vertreten“, sagt der neue DDV-Präsident. Er will die Bekanntheit des DDV deutlich steigern und für die Idee des Direktmarketings werben, „die doch eigentlich begeistern sollte“. Gleich im ersten Wahlgang wurde der „Hochkaräter“ mit absoluter Mehrheit gewählt.
Mit dem neu formierten Präsidium tritt zugleich eine neue Verbandsstruktur in Kraft. Nicht mehr bei jeder Entscheidung müssen die DDV-Chefs in Zukunft die Zustimmung der Council-Vorstände einholen. Das Präsidium ist nun gegenüber der Geschäftsstelle und dem Geschäftsführer weisungsbefugt und vereint die operative Verbandsführung auf sich. Der Präsident, der dem Vorstand und auch dem Präsidium vorsitzt, hat jetzt alle Möglichkeiten, als Galionsfigur für den DDV in der Öffentlichkeit aufzutreten. Spielraum für verstärkte PR-Aktivitäten soll die maßvolle Beitragserhöhung um fünf Prozent bringen.
Um die Ziele relativ schnell in die Tat umzusetzen, haben die Vorstände des DDV und des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) eine stärkere Zusammenarbeit beschlossen. Im Rahmen dieser Kooperation sollen der Austausch zwischen den Fachgruppen verstärkt und Aktivitäten im Lobbying miteinander koordiniert werden.
Einen besonderen Stellenwert in der PR wird das DDV-Council „Telemedien und Call Center“ haben nicht zuletzt wegen Patrick Tapp, der als Vizepräsident des DDV für Public Relations zuständig ist und ebenfalls die Öffentlichkeitsarbeit des Councils „Telemedien und Call Center“ betreut. Hier werden sicherlich zielführende Synergien entstehen, vermuten Branchenkenner.
|
 |
Dieter Weng
Patrick Tapp
|